{"id":169,"date":"2017-01-19T14:59:40","date_gmt":"2017-01-19T14:59:40","guid":{"rendered":"http:\/\/romanfarkas.de\/?page_id=169"},"modified":"2018-01-17T18:04:00","modified_gmt":"2018-01-17T17:04:00","slug":"social-spots-entwicklungshilfe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/romanfarkas.de\/?page_id=169","title":{"rendered":"Social Spots \/ Hilfsprojekte"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;on&#8220; specialty=&#8220;off&#8220;][et_pb_fullwidth_header admin_label=&#8220;Vollbreite Kopfzeile&#8220; title=&#8220;Social Spots. Filme \u00fcber Hilfsprojekte weltweit. &#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;center&#8220; header_fullscreen=&#8220;off&#8220; header_scroll_down=&#8220;off&#8220; parallax=&#8220;off&#8220; parallax_method=&#8220;off&#8220; content_orientation=&#8220;center&#8220; image_orientation=&#8220;center&#8220; custom_button_one=&#8220;off&#8220; button_one_letter_spacing=&#8220;0&#8243; button_one_use_icon=&#8220;default&#8220; button_one_icon_placement=&#8220;right&#8220; button_one_on_hover=&#8220;on&#8220; button_one_letter_spacing_hover=&#8220;0&#8243; custom_button_two=&#8220;off&#8220; button_two_letter_spacing=&#8220;0&#8243; button_two_use_icon=&#8220;default&#8220; button_two_icon_placement=&#8220;right&#8220; button_two_on_hover=&#8220;on&#8220; button_two_letter_spacing_hover=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Der besondere Blick.<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich finde, jede Geschichte sollte mit den bestm\u00f6glichen Bildern erz\u00e4hlt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das heisst: \u00dcberall das spannendste, eindrucksvollste Bild zu suchen. Nicht irgendwie draufhalten, nur weil die Umst\u00e4nde schwierig sind, man sich nicht sicher f\u00fchlt oder schnell wieder weg will. Das ist f\u00fcr bestimmte Formate in Ordnung, aber ich m\u00f6chte so nicht arbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im letzten Fl\u00fcchtlingslager, unter den widrigsten Umst\u00e4nden, kann man sich entscheiden, die richtige Perspektive, den spannenden Blickwinkel zu suchen. Vorder- und Hintergrund ausw\u00e4hlen. Einen Reflektor benutzen. Ruhe reinbringen. Ein Stativ, eine Hose, Schuhe, kann man waschen; eine Kamera putzen. Und wenn unsere Protagonisten im Dreck leben, drehen wir eben auch im Dreck. Und machen uns schmutzig.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das geht nur mit Kameraleuten und Kollegen, die eine \u00e4hnliche Leidenschaft f\u00fcr Bilder, Menschen und besondere Momente haben. Wer nicht leidensf\u00e4hig ist &#8211; bei 40 Grad im Dschungel zu schwitzen und nicht genau zu wissen, was der Matsch ist, in den man sich gerade reinkniet, der hat bei so einem Dreh nichts verloren&#8230;<\/p>\n<p>[\/et_pb_fullwidth_header][et_pb_fullwidth_portfolio admin_label=&#8220;Vollbreites Portfolio&#8220; fullwidth=&#8220;off&#8220; include_categories=&#8220;9,12&#8243; show_title=&#8220;on&#8220; show_date=&#8220;off&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; auto=&#8220;off&#8220; hover_overlay_color=&#8220;rgba(255,255,255,0.9)&#8220; use_border_color=&#8220;on&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; zoom_icon_color=&#8220;#ffffff&#8220; hover_icon=&#8220;%%52%%&#8220; border_width=&#8220;5px&#8220;] [\/et_pb_fullwidth_portfolio][\/et_pb_section][et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;off&#8220; specialty=&#8220;off&#8220;][et_pb_row admin_label=&#8220;Zeile&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_blurb admin_label=&#8220;Informationstext&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_icon=&#8220;off&#8220; icon_color=&#8220;#7EBEC5&#8243; use_circle=&#8220;off&#8220; circle_color=&#8220;#7EBEC5&#8243; use_circle_border=&#8220;off&#8220; circle_border_color=&#8220;#7EBEC5&#8243; icon_placement=&#8220;top&#8220; animation=&#8220;top&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; use_icon_font_size=&#8220;off&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; title=&#8220;WIE WIR ARBEITEN&#8220;]<\/p>\n<p>Der besondere Moment, ein starkes Bild entsteht durch N\u00e4he, Vertrauen, Zeit.<\/p>\n<p>Am besten lernen wir unsere Protagonisten erst mal ohne Kamera kennen. Damit sie uns als Menschen sehen &#8211; und nicht durch die fremde Technik verunsichert sind.<\/p>\n<p>Durch N\u00e4he entsteht Intensit\u00e4t. Selbstverst\u00e4ndlich haben wir schon verdeckt oder heimlich gedreht, z.B. Soldaten, Checkpoints oder kritische Situationen.<\/p>\n<p>Aber besondere Bilder bekomme ich, wenn ich offen agiere und mich den Menschen zeige. Manchmal reicht ein L\u00e4cheln oder ein Nicken des Einverst\u00e4ndnisses, manchmal gibt es ein ausf\u00fchrliches Gespr\u00e4ch. Aber die sch\u00f6nsten Momente entstehen dann, wenn die Menschen uns kennen, sich an die Kamera gew\u00f6hnt haben. Wir ver\u00e4ndern das Bild, aber wenn wir den Menschen vertraut sind, werden sie sich erstaunlich schnell wieder nat\u00fcrlich verhalten. Das geht aber nur, wenn man ein bisschen Zeit mitbringt.<\/p>\n<p>Diese Freiheit kann ich mir erlauben, wenn ich selbst produziere. Wenn das Budget nicht von festbezahlten Redakteuren, Produktionsleitern oder schicken Produktionsfirmen aufgefressen wird.<\/p>\n<p>Das muss nicht mehr kosten, aber wir gehen mit der Zeit anders \/ effektiver um. Eigenes Equipment gibt mir beim Drehen und in der Postproduktion die Freiheit, so lange an einem Projekt zu arbeiten, bis es meiner Meinung nach passt und fertig ist. Nicht, wenn das Budget ersch\u00f6pft ist.<\/p>\n<p>Manchmal sind wir gestresst: Weil die Sonne weggeht. Regen kommt. Wir noch vor der Dunkelheit wegm\u00fcssen. Es nicht sicher ist. Die Akkus alle sind. Der Flieger geht. Jemand krank ist. Wir noch 2 Stunden bis zum n\u00e4chsten Dorf fahren m\u00fcssen. Das Wasser zu hoch steht und wir nicht \u00fcber den Fluss kommen.<\/p>\n<p>Trotzdem ist klar: Hektik hat noch keine Geschichte besser gemacht. Daher nehmen wir uns die Zeit, die wir brauchen &#8211; und bauen einen Puffer ein.<\/p>\n<p>Manchmal geht es nicht anders. Dann kommt es mir so vor, dass die st\u00e4rksten Bilder immer da sind, wo die Kamera gerade nicht hinschaut. Wie es mal ein Kollege am grossen Spielfilmset so treffend formuliert hat.<\/p>\n<p>In der N\u00e4he sein, bedeutet: Lieber im Zelt oder unter freiem Himmel schlafen, als zwei Stunden vom Hotel zu den Menschen in die D\u00f6rfer \/ W\u00fcste \/ den Busch zu fahren.<\/p>\n<p>Gerade in der fr\u00fch, wenn zum Sonnenaufgang alle aufstehen, wenn das Dorf aufwacht, gibt es die intensivsten Momente: Unverstellt, nat\u00fcrlich, verschlafen. Und nat\u00fcrlich das sch\u00f6nste Licht. Wie bei den Afar in der \u00e4thiopischen W\u00fcste: Wir haben ganz in der N\u00e4he vom Dorf draussen geschlafen. Mein Kameramann und ich sind als erste auf. Die Kinder aus dem Dorf kennen uns schon, haben keine Scheu. Sie k\u00f6nnen uns nicht verstehen. Aber sie nehmen uns mit Kamera einfach mit. Zum Wasser holen, Ziegen f\u00fcttern und Brot backen. So entstehen einmalige Bilder. Das h\u00e4tten wir mit Dolmetscher, Begleiter, etc. so nie bekommen.<\/p>\n<p>Von Zivilisten \/ Fremden sind wir bisher nur in Haiti mit Kamera bedroht, beschimpft und angegriffen worden. Wenn man sich offen, selbstverst\u00e4ndlich und freundlich zeigt und vorstellt, bekommt man fast immer ein positives, freundliches Feedback. In Baghdad genauso wie in Kabul am Markt oder in der einsamsten Steppe in der Mongolei. Nicht jeder will vor die Kamera, aber das ist selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Sobald die Menschen uns kennen, f\u00fchlen sie sich meist f\u00fcr uns mit verantwortlich. Weil wir ihre G\u00e4ste sind. Und weil ihnen unsere Arbeit sinnvoll vorkommt.<\/p>\n<p>Schwieriger ist es manchmal auf langen, einsamen Fahrten in Krisenregionen. Da fallen wir als Ausl\u00e4nder sehr auf, und in L\u00e4ndern wie dem Tschad gibt es grosse Sorge vor Entf\u00fchrungen. Das betrifft v.a. Entwicklungshelfer und Journalisten.<\/p>\n<p>Hier ist es entscheidend, mit wem man vor Ort zusammenarbeitet. Diese Partner m\u00fcssen zu 100% zuverl\u00e4ssig sein und wissen, was sie tun. Und wir m\u00fcssen ihnen vertrauen, dass ihre Einsch\u00e4tzung stimmt.<\/p>\n<p>in Kolumbien wurden wir von Anwohnern gewarnt, als uns jemand ausrauben wollte. In der Favela in Rio haben die Menschen dort auf uns aufgepasst. Und selbst in Sad\u2018r City in Baghdad 2003 &#8211; wo es sp\u00e4ter die meisten Anschl\u00e4ge gab &#8211; konnten wir uns frei bewegen. Wir waren G\u00e4ste des lokalen Scheichs, auch wenn wir ihn nie getroffen haben. Er wusste, dass wir da sind und hatte das akzeptiert. Damit waren die Regeln klar.<\/p>\n<p>Auf den Philippinen mussten wir letztes Jahr mit Polizeischutz drehen. Einer unserer Protagonisten ist nachts in seiner H\u00fctte beschossen worden. Da ging es um eine lokale Mafia, welche die Arbeit unserer Partner verhindern wollen. Aber wir waren kein Ziel.<\/p>\n<p>[\/et_pb_blurb][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section][et_pb_section admin_label=&#8220;Sektion&#8220; fullwidth=&#8220;on&#8220; specialty=&#8220;off&#8220;][et_pb_fullwidth_image admin_label=&#8220;Volle Breite des Bildes&#8220; src=&#8220;https:\/\/romanfarkas.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Impressionen-2016-II.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;off&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_overlay=&#8220;off&#8220; animation=&#8220;left&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;] [\/et_pb_fullwidth_image][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der besondere Blick. Ich finde, jede Geschichte sollte mit den bestm\u00f6glichen Bildern erz\u00e4hlt werden. Das heisst: \u00dcberall das spannendste, eindrucksvollste Bild zu suchen. 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